Leon Leßmann

Es ist Samstagabend. In wenigen Minuten bin ich mit Leon Leßmann verabredet, einem 16-jährigen Schüler, der die 10. Klasse der Oberschule Augustfehn in der Nähe von Oldenburg besucht. Eigentlich könnte man meinen, dass Leon ein Jugendlicher wie viele andere auch sei: Leons Eltern haben sich vor einiger Zeit getrennt, er hat eine Freundin und ist leidenschaftlich gern auf dem Fußballplatz - als Schiedsrichter. Und doch ist Leon etwas ganz Besonderes, denn er ist einer der wenigen Jugendlichen, die sich ehrenamtlich engagieren. Obwohl mehr als die Hälfte der Jugendlichen laut der Shell Jugendstudie 2010 sozial Benachteiligten helfen wollen, ist er der Einzige in seiner Klasse, der diese Hilfe auch lebt. Seine Klassenkameraden bewundern sein Engagement und nennen ihn scherzhaft „Leon, der Johanniter-Verrückte“.

Im Verlauf unseres Gespräches lerne ich einen jungen Mann kennen, der weiß, was er will, der zielstrebig und zuverlässig wirkt – einer, der nicht nur etwas bewegen will, sondern es auch tut. Leon packt an, wenn er Probleme erkennt, er hilft, wenn andere seine Hilfe brauchen und setzt sich ein für Dinge, die ihm am Herzen liegen. Ich bekomme Gänsehaut, wenn er von der jungen krebskranken Frau erzählt, der er mit den Johannitern einen Moment des Glücks schenkte oder wenn er von dem 80-jährigen Mann berichtet, den sie zum Sterben ins Hospiz gebracht haben ...

 

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Sabine Stengel

Februar 2015: Es ist Mittwochvormittag, kurz vor 10 Uhr. In wenigen Minuten bin ich mit Sabine Stengel verabredet. Seit 18 Jahren ist die 50-jährige Ingenieurin und zertifizierte Innovationsmanagerin leidenschaftliche Unternehmerin und seit kurzem als Ideenretterin tätig. Sie begleitet Menschen und deren Ideen und unterstützt sie dabei, dass sie nicht nur Visionen bleiben. Doch das ist noch lange nicht alles: Als ich mir Sabines Linkedin-Profil ansehe, finde ich viele ehrenamtliche Tätigkeiten. Sie arbeitet für „Therapietiere – Lebensfreude auf vier Pfoten“, ist Mentorin im Programm „TWIN“ – einem Mentoringprogramm von Unternehmerinnen für Unternehmerinnen – und ist ambulante Hospizhelferin. Ich bin beeindruckt! Kurz nach 10 Uhr klingelt mein Skype-Account und ich blicke Sabine via Kamera in die Augen. Ich spreche mit einer sympathischen Frau, der man ihre Zufriedenheit und die Freude an dem was sie tut ansieht. Sie trägt halblange blonde Haare, Brille, einen lindgrünen Blazer und lächelt, ja, sie strahlt mich an. Als wir das Gespräch beginnen, springt ihr Kater munter auf ihren Schreibtisch und reibt seinen Kopf schnurrend an ihrem Arm. In den folgenden 40 Minuten spreche ich mit der „glücklichen Tante“ und dreifachen „Katzenmama“ – wie sich Sabine selbst nennt - über die heilende Kraft der Samtpfoten, über Weckrufe, Aufstiege und "andere Niederlagen" ...

 

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Die Käte Ahlmann Stiftung hat das Interview ebenfalls veröffentlicht:

Diana Doko

Freitag, der 13. Februar:  Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, ich bin nicht abergläubisch. Ich setze mich an einem Freitag dem 13. ins Flugzeug, scheue mich nicht, aus dem Haus zu gehen, zu arbeiten oder ein Interview an diesem Tag zu führen. Warum auch nicht? Schließlich ist es ein Tag wie jeder andere auch. Heute, kurz vor 16 Uhr, betrete ich ein nettes, kleines Café in Berlin-Schöneberg. Lautes Stimmengewirr erfüllt den Raum. Ich suche mir ein ruhiges Plätzchen in einer Ecke – eigentlich ein Tisch, der reserviert ist – aber die Kellnerin ist nett und gibt ihn frei. Mit einem Kännchen Jasmintee warte ich neugierig auf die Journalistin Diana Doko. Wenig später begrüßt mich eine gut aussehende Frau, mit dunkler Lockenmähne und einem warmen, gewinnenden Lächeln. Bei Diana Doko spüre ich sofort Wärme, aber auch Verletzlichkeit. Dennoch hege ich keinen Zweifel daran, dass hier eine starke Frau vor mir sitzt, eine, die die Höhen und Tiefen des Lebens kennt und weiß, was sie vom Leben will. In den folgenden fast 60 Minuten spreche ich mit der 42-jährigen PR-Beraterin und Hochschuldozentin über den Selbstmord ihres Bruders, über Geburtstagsfeiern auf dem Friedhof und über „Freunde fürs Leben“.

 

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