Jutta Speidel

Meine nächste Interview-Partnerin wird die Schauspielerin Jutta Speidel sein. Mit ihr werde ich über ihr Engagement für obdachlose Kinder und deren Mütter in München sprechen. Freue mich schon sehr auf dieses Gespräch!


Foto: Janine Guldener Fotoagentur-Wolfram

Jutta Bolg

Das Gespräch mit der 68-jährigen Heilpraktikerin Jutta Bolg hat mir viel Freude gemacht. Ihre Leidenschaft für Menschen konnte ich in jedem ihrer Worte spüren, ihre Neugier, ihre Offenheit, ihre Toleranz und ihre bescheidene, fast demütige Haltung haben mich tief beeindruckt. Ich sprach mit einer Mutter und inzwischen auch mehrfachen Großmutter, die mit beiden Beinen im Leben steht und auch noch jetzt, in einem Abschnitt des Lebens, in dem sich andere längst in den wohlverdienten Ruhestand zurück-gezogen haben, leidenschaftlich gern Patienten in ihrer Praxis behandelt. Mit Körpertherapie, Osteopathie und Craniosacraltherapie kümmert sie sich um chronisch Kranke, schwangere Frauen und neugeborene Kinder.

Jutta Bolg ist eine engagierte Frau, eine Kämpferin, eine Frau, die Träume hat, die weiß, was sie von diesem Leben verlangt und die etwas bewegen will und es auch tut: Denn sie ist eine von etwa 1500 ehrenamtlich engagierten SterbebegleiterInnen in Berlin[1]. Jutta Bolg erzählt von Menschen, die schimpfend in den Tod gehen und warum sie von jedem Sterbenden, den sie begleitet hat, auch etwas über sich selbst gelernt hat.

(Foto: © CandyBox Images - Fotolia.com)

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[1] Angabe des Hospiz- und PalliativVerbands Berlin e.V.

Walter Gunz

Noch vor wenigen Tagen schrieb ich Walter Gunz eine begeisterte Mail, in der ich drei Fragen aufgriff, die er in seinem Buch „Ich war doch nicht blöd“ stellte: „Kann ich?“ „Darf ich?“ „Soll ich?“ – und antwortete: „Ja, ich muss“. Ich musste einfach den Menschen kennenlernen, der hinter all den wunderbaren, klugen und tiefsinnigen Einsichten, Ratschlägen und Weisheiten, steckte. Nun stehe ich am Münchner Hauptbahnhof, steige in ein Taxi und bin auf dem Weg zum ältesten Italiener der Stadt, wie mir der redselige, freundliche Taxifahrer verrät. Dort bin ich mit meinem Gesprächspartner verabredet. Und obwohl wir uns das erste Mal begegnen, fühle ich mich irgendwie vertraut und wohl in seiner Gegenwart. Walter Gunz ist ein zutiefst bodenständiger Mensch – keine Spur von Überheblichkeit oder Arroganz – sodass es eine unglaubliche Freude ist, mit ihm zu sprechen. Es ist nicht nur sein ausgesprochen sympathisches, zugewandtes, gewinnendes Wesen, das es einem leicht macht, sich wohlzufühlen. Es ist vor allem seine empathische Art, mit der auf seinen Gesprächspartner eingeht. Zu jeder Zeit habe ich das Gefühl, dass mir hier ein tiefsinniger und geradliniger Mensch gegenübersitzt, einer, der meint, was er sagt, einer, der Wahrheiten ausspricht, auch wenn sie unbequem oder unpopulär sind. Ein Mensch, der mit dem Herzen sieht, das belegen seine Erzählungen und die Handlungen, über die er im Verlauf unseres Gespräches berichten wird. Und Walter Gunz ist ein Mann, der sich nie mit einfachen Erklärungen zufrieden gibt, er ist ein Mensch, der tiefer bohrt, einer der nachfragt, solange, bis sich ihm ein tieferer Zusammenhang erschließt. Immer wieder ertappe ich ihn dabei, dass er bei der Beantwortung meiner Fragen seine Augen schließt, so als könne er sie nur beantworten, wenn er sich ganz und gar auf sie einlässt – immer bestrebt, noch ein Stück weit tiefer vorzudringen in die Materie, als andere Menschen es vielleicht tun würden.

Lesen Sie hier das komplette Interview.

 

Foto:© Walter Gunz