Ina Dommer

Heute bin ich mit der Heilpraktikerin Ina Dommer verabredet. Wir treffen uns in ihrer Praxis in Berlin - in einem Raum mit einem Wandteppich, der einen Medizinbuddha darstellt, warmen Farben und brennenden Kerzen, der sofort eine gemütliche, behagliche Atmosphäre für den Besucher erschafft. Doch es ist vor allem Ina selbst mit ihrer ungeheuren Präsenz, ihrer liebevollen, bedingungslosen Akzeptanz und Zugewandtheit, die es einem leicht macht, sich wohlzufühlen. Ina Dommer, die Literatur, Geschichte, Theologie und Philosophie studiert hat, ist einer der interessanten, vielfältigsten Menschen, denen ich bis dato durch meine Gespräche begegnet bin. Bei ihr spürt man sofort, dass sie eine sehr spirituelle Frau ist – obwohl ich weiß, dass sie dieses Wort nicht mag, denn nach Inas Auffassung ist „jeder von uns spirituell.“ Und doch ist es dieses Wort, das ihrer Begabung am ehesten entspricht. Denn sitzt man Ina nur wenige Minuten gegenüber, hat man das Gefühl, dass sie einem tief in die Seele schauen kann. Und dass sie ein feines Gespür für all die Dinge hat, die andere Menschen nicht wahrnehmen können, habe ich des Öfteren bereits erfahren dürfen. Wir Menschen – und davon nehme ich auch mich auch als Wissenschaftlerin nicht aus – neigen oft dazu, nur das anzuerkennen, was beweisbar, greifbar und belegbar ist. Und doch gibt es viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die existent sind, wenngleich wir ihre Existenz weder gänzlich begreifen noch belegen können. Gerade dann, wenn man sich diesen Dingen öffnet, erfährt man eine unglaubliche Bereicherung seines Lebens; das Leben bekommt eine ganz andere Weite, eine andere Tiefe.

In den folgenden eineinhalb Stunden spreche ich mit Ina darüber, warum Wandlung für unser Leben essenziell ist. Wir reden über ihre ganz besondere, außergewöhnlich tiefe Beziehung zu Tieren und der Natur, über ihr soziales Engagement und warum wir uns selbst nicht so wichtig nehmen sollen.


Das Interview mit Ina folgt in Kürze...

Stefan Weiller

„Wenn wir unsere Ohren verschließen, verschließen wir unser Herz und riskieren den Verlust unserer Menschlichkeit!“

Auf dieses Interview habe mich ganz besonders gefreut, denn obwohl ich Stefan Weiller nicht persönlich kannte, ahnte ich bereits, dass er ein Mensch sein musste, der nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern der Tiefgang schätzt und sich mit einfachen Antworten nicht zufrieden gibt. Zu deutlich ist die Sprache seiner Projekte: Für „Letzte Lieder“ besucht er seit Jahren Menschen im Hospiz, spricht mit ihnen über die Musik ihres Lebens, für ein anderes Projekt namens „Die schöne Müllerin“ begibt er sich an den Rand unserer Gesellschaft und spricht mit obdachlosen Menschen, mit Flüchtlingen und Frauen in Frauenhäusern. Stefan Weiller schaut hin, wo andere lieber wegsehen und er hat keine Scheu, unangenehme Wahrheiten anzusprechen und auszusprechen.

Als wir dann Anfang Dezember miteinander telefonieren, lerne ich einen ausgesprochen sympathischen Mann kennen, der seine Worte sehr genau abwägt und d er klug, tolerant, weitsichtig, empathisch und ausgesprochen einfühlsam mit den Menschen, die er für seine Projekte interviewt, umgeht. Für Stefan Weiller gibt es keine Unterschiede und keine Berührungsängste - jedem dieser Menschen begegnet er mit dem gleichen Respekt, mit Wertschätzung, Achtung und Mitgefühl. Er hört zu, ohne zu werten, nimmt wahr, ohne zu verurteilen und begegnet Menschen, ohne etwas zu erwarten.

In unserem gut anderthalbstündigen Interview sprechen wir über Obdachlosigkeit, darüber, was Menschen an den Rand unserer Gesellschaft spült und sie zur Einsamkeit verdammt. Wir sprechen über gescheiterte Beziehungen, Freundschaften, die sich zumindest so nannten, aber doch keine waren, über die Liebe, den Glauben, die Hoffnung, aber auch über das Loslassen, das Sterben und den Tod – kurz: Über Themen, die wir sonst nur ungern so nah an uns heranlassen. Zu unangenehm ist es, sich mit den Schattenseiten dieses Lebens auseinanderzusetzen, zu schmerzlich sich mit dem Scheitern, dem Sterben oder gar dem Tod zu beschäftigen. Dabei vergessen und verdrängen wir jedoch, dass wir alle in unserem Leben an einen Punkt kommen können, an dem wir auf die Hilfe anderer angewiesen sein werden, einen Punkt, an dem wir vielleicht selbst scheitern und straucheln. Denn die scheinbare Sicherheit, in der wir uns oft wiegen, ist nicht so gefestigt, wie wir meist glauben. Ob es nun eine gescheiterte Liebe, eine schwere Krankheit, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine weggebrochene Existenzgrundlage bei einem Unternehmer oder eine Alkoholabhängigkeit ist: Es gibt viele Gründe, warum Menschen scheitern. Doch gerade dann sind wir froh, auf Leute zu treffen, die uns mit Verständnis, Akzeptanz, Wärme und Mitgefühl begegnen, Menschen, die uns helfen, aufzustehen und uns dabei unterstützten, wieder "Ja" zu uns und unserem Leben zu sagen.

Foto: Lena Obst

Lesen Sie hier das ganze Interview.


Susanne Klehn

Freue mich schon sehr auf meine neue Gesprächspartnerin, Susanne Klehn. Mit ihr werde ich für "Was wirklich zählt im Leben" u. a. über ihre Arbeit als Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention sprechen.

(Foto: www.art-things.com)